DIE ABTEI VON VILLANOVA

FALTBLATT MIT ABBILDUNGEN


Piazza san Benedetto, 1 - 37047 San Bonifacio (VR) - Tel. 0039-45-7610253 und fax: 0039-45- 6130577
www.abbaziavillanova.org
E-mail: info@abbaziavillanova.org

 

HISTORISCE HINWEISE

Entlang der Staatsstrasse Nr. 11 (die antike Roemerstrasse "Postumia") befindet sich die Ortschaft Villanova di San Bonifacio; sie gehoert zur Provinz Verona (25 Km entfernt) und zur Dioezese Vicenza (30 Km entfernt). Der Ort ist bekannt durch seine Benediktinerabtei, die dem Hl. Petrus geweiht ist und wahrscheinlich 763 vom Hl. Anselm aus dem Friaul gegruendet wurde.
Kirche und Kirchturm, die 1117 ein schweres Erdbeben zerstoerte, wurden ab 1131 von Abt Uberto die Conti aus San Bonifacio im romanischen Stil wieder aufgebaut; die Bauarbeiten wurden vermutlich 1138 abgeschlossen. In den Jahren zwischen 1390 und 1410 wurden beide unter der Leitung des Abtes Guglielmo aus Modena mit gotischen Bauelementen bereichert und die Glockenstube begonnen, waehrend die Olivetaner Moenche (die von 1562 bis 1771 in der Abtei lebten) eingreifende Aenderungen im Barockstil vornahmen. Im Jahr 1771 loeste der Venetische Senat das Kloster St. Peter von Villanova auf, und es wurde nach 1008 Jahren Klosterleben (mit Ausnahme der Periode zwischen 1450 und 1562 ohne Moenche) den Pfarreien der Dioezere Vicenza zugeteilt. Am 23 April 1949 verlieh Papst Pius XII. der Kirche St. Peter von Villanova erneut den Titel "Abtei".

 

STILFORMEN

In der Kirche kann man verschiedene, aufeinanderfolgende Stile erkennen:
- Romanischer Stil (Abt Uberto aus San Bonifacio): a) Grundstruktur der Kirche b): unterer Teil des Glockenturms.
- Gotischer Stil (Abt Guglielmo von Modena): a) Rosette an der Hauptfassade; b): Glockenstube mit dreibogigen Fenstern, Giebel und Fialen.
- Barockstil (Olivetaner Moenche): a) Fassadenueberbau; b) Engel im Hauptschiff;
    c) Gewoelbe der heutigen Decke, die die urspruengliche Haengedecke aus Holz verdeckt, d) grosse Treppe, die zum Chor fuehrt.

 

DER INNERLICH

Die Kirche ist dreischiffig; die Waende werden von 6 gleichen Pfeilern und 4 Saeulen verschiedener Epochen und Stile gestuetzt.

 

 

DIE KIRCHE DER PÖBEL

Wand des rechten Schiffes:

  • "Szenen aus dem Leben des Hl, Benedikt" (Fresken der Giottoschule; sie werden den Malern Martino und Jacopo von Verona zugeschrieben; 2. Haelfte des 14, Jahrhunderts).

  • Barockaltar mit dem "Martyrium der Hl, Agathe" (Antonio Balestra zugeschrieben; 14. Jr.).

  • "Ht. Katharina aus Alexandrien und Hl, August" (Fresko eines unbekannten Kuenstlers, 14 Jh.).

  • "Hl. Franziska Romana" (Replik eines Gemaeldes des Guercino, 17. Jh.).

 

Wand des linken Schiffes:

  • "Der selige Bernhard Tolomei" (Gemaelde eines unbekannten Kuenstlers aus dem 14. Jh.).

  • Barockaltar mit "Pietà" aus bemaltem Stein (die Skulptur wird Aegidius aus Wiener Neustadt zugeschrieben; 15. Jh.).

  • "Sechs Heiligenfiguren" (Fresko eines unbekannten Kuenstlers, 14. Jh.).

 

  

 

DER PRESBYTERIUM

Rechte Wand: "Tafel des Erzengels Michael" (unbekannter venetischer Kuenstler mit orientalischen Einfluss; 15. Jh.).
Rechte Apsis: "Verkuendigung" (Fresko eines unbekannten Kuenstlers aus dem 14. Jh.).
Wand der Hauptapsis:

Rechter Flachbogen: Wappen der Herren von San Bonifacio.

Linker Flachbogen:

Linke Wand:

 

DIE KRYPTA

Die herrliche Krypta, die von 24 Saeulen getragen wird, diente den Moenchen im Winter als Kirche.

Linke Wand: "Prozess und Martyrium der Hl, Agathe", (Fresko eines Unbekannten, 14. Jh).

Linke Apsis:

  • "Christus zwischen zwei Heiligen" (Freskos eines Unbekannten, 14. Jh.).
  • "Byzantinische Chorschranken" (Skulptur eines unbekannten Kuenstlers aus dem 8. Jahrhundert).

Mittlere Apsis:

  • Ostseite: Kleiner Altar, der aus Teilen, die aus dem Untergrund geborgen wurden, und einer Grabplatte zusammengesetzt ist.
  • Westseite: Grab des ehrwuerdigen Don Giuseppe Ambrosini, dessen Heiligsprechung derzeit im Gange ist.

Rechte Apsis: "Triptychon der Verkuendigung" (steinerne Skulptur eines unbekannten Kuenstler des 15. Jh.).

 

 

ANDERE WERKE UND KURIOSITAETEN

 

DER KREUZGANG

Vom Kreuzgang sind noch einige Saeulen und Boegen im gotischen Stil uebrig, die in der Barokzeit laengs der noerdlichen und westlichen Seite untermauert wurden. Die Struktur ist derzeit laengs der Sued- und Ostseite nicht erkennbar. Die 4 Mauern umschliessen einen kleinen Garten.

 

 

DAS KLOSTER

Es existieren noch einige Raeume, die natuerlich den von Zeit und Menschenhand unvermeidlichen Veraenderungen unterworfen wurde. Eine umfassende Restaurierung des Klosters wurde kuerzlich in Angriff genommen.

 

DER KLOSTERHOF

Die "curtis monastica", der grosse Innenhof, ist von Mauern und alten, zum Teil baufaelligen Bauten (sogenannte "barchesse", heute in Privathaenden) umschlossen und noch deutlich erkennbar.

 

 

WIE SIE DIE ABTEI ERREICHEN
Die Klosteranlage liegt an der Staatsstrasse N. 11 ca. 25 Km von Verona oder 30 von Vicenza entfernt. Wer von der Serenissima-Autobahn kommt, faehrt in Soave-San Bonifacio aus und biegt nach links in Richtung Vicenza ab; das Kloster liegt 1 Km weit entfernt. Wer mit der Bahn (Linie Mailand-Venedig) unterwegs ist, steigt in San Bonifacio aus; Sie erreichen Ihr Ziel zu Fuss in einer Viertelstunde.